Nepaltag an der Mittelschule Steingaden

Am Dienstag, dem 29.4.2019, drehte sich an der Mittelschule Steingaden für die Mittelschüler und die vierten Klassen der Grundschule alles um Nepal. Um sich unserem Titel als ,,Fairtrade-Schule“ würdig zu erweisen, muss man natürlich auch gut informiert sein, wo und wie die Produkte, die wir verkaufen, hergestellt werden.

Angrenzend an China (ehemals Tibet) und Indien finden wir ein solches Land, das viele faire Produkte produziert: Nepal. Das nur 147.181 km² große Land (doppelt so groß wie Bayern) wird von ca. 29.300.000 Menschen bewohnt und zählt als eines der ärmsten und unterentwickeltsten Ländern der Welt. Tiefer in das Leben dort ließ uns Frau Dori Grosspietsch-Rindle eintauchen, indem sie uns ihre eigenen Erfahrungen mit nepalesischen Werkstätten aus ihren Besuchen dort, mithilfe von Bildern, innerhalb von ca. 1,5h schilderte. Sie brachte uns die alltägliche Lage in Nepal nahe: viel Stau, fast kein Strom und schmutziges Wasser, aber auch eine wunderschöne Landschaft und viele Farben. Erschrocken haben wir uns über die schlimmen Erdbeben und ihre Folgen für das Land im Jahre 2015. Aber mit am schockierendsten fanden wir alle die Geschichten über ausgehungerte Kinder, die entweder aus Nahrungsmittelmangel oder weil sie eine Behinderung haben, total „heruntergekommen“ sind und unter Umständen existieren müssen, die definitiv nicht mehr eines Menschen würdig sind.

Wir erfuhren auch einiges über Produkte, wie z.B. Körbe aus alter Chips-Verpackung und durften das Ergebnis sogar selber begutachten. Wenn man es nicht mit eigenen Augen gesehen hat, kann man es kaum glauben, mit welchem Erfindungsreichtum und mit welchem Handgeschick die Menschen dort Produkte nur aus dem schaffen, was ihnen zur Verfügung steht. Wüsste man nicht den Hintergrund des Materials, käme man niemals darauf, dass der Korb aus Müll entstanden ist: Keine Spur von Dreck, keine heraushängenden Fransen, keine schiefe Form, keine „labberige“ Festigkeit, sondern vielmehr ein perfekt gearbeitetes Designer-Unikat. Weil auch alle anderen Produkte, wie z.B. kleine Täschchen oder Poesiebücher aus Materialien hergestellt werden, die schon einmal eine andere Verwendung hatten, etwa als Reissack, ist jedes einzelne Stück ein Unikat, das kein zweites Mal auf der Welt zu haben ist. Mehr an Individualität und Klimaschutz geht kaum!

Wirklich toll fanden wir auch, dass Frau Dori Grosspietsch-Rindle in Nepal nicht nur Waren handelt, sonder auch ein Kinderheim unterstützt und somit ein paar einzelnen Kindern eine Perspektive schenkt, die sie sonst nie hätten.

Nach diesem umfangreichen Einblick aus erster Hand hatten wir natürlich auch noch einen Stand mit Produkten direkt aus Nepal, mit denen wir dann noch durch den Kauf einiger Sachen die Menschen in Nepal einen Ticken mehr unterstützen konnten.

Es ist wirklich schockierend zu sehen gewesen, wie schlimm das Schicksal einiger Menschen sein kann und ich denke wir freuen uns alle, dass wir durch unsere Aktionen in der Schule und besonders durch unseren täglichen Pausenverkauf von fair gehandelten Waren genau diese Menschen, wie z.B. in Nepal, unterstützen können.

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